Warum ein Reitsimulator?

Simulatoren werden seit vielen Jahren in verschiedenen Bereichen wie z.B. der Autoindustrie und der Luftfahrt als erfolgreiche Trainingsmöglichkeit genutzt. Die Firma Racewood in England baut diese hochwertigen Simulatoren. In England, USA und Asien werden Reitsimulatoren schon sehr lange als zum Training von verschiedenen Disziplinen genutzt um z.B. das Fallen eines Jockeys zu üben, den Sitz und die Galoppade in die Balance zu bekommen und vor allem nach Krankheit etc. wieder ins Training zu gelangen, ohne sich oder das Pferd in Gefahr zu bringen. Selbstverständlich werden Reitsimulatoren in England und den USA auch in der Therapie für Reiter und Menschen mit Behinderung (RDA und PATH) in sehr großem Umfang eingesetzt.

Über mich

Ich selbst hatte 2012 einen sehr schweren Reitunfall mit Querschnittfolge und mich mit viel Glück und sehr hartem Training wieder auf die Beine gestellt. Der Wille und das Verlangen wieder auf dem Pferderücken sitzen zu können hat mir die enorme Kraft gegeben,  die ich brauchte um dies zu schaffen. Auf dem Simulator kann ich nun erst einmal gefahrlos alles trainieren und üben, und natürlich auch meine Muskeln zu stärken und aufzubauen. Dies ist mir derzeit auf einen Pferd wegen des Verletzungsrisikos noch zu hoch.

Meine mangelnde Routine, das „Verkrampftsein“ meines Körpers oder was auch immer es für negativen Input gibt, der ein Pferd zum scheuen bringen könnte, kann ich somit  ausklammern. So bringe ich meinen Körper langsam aber sicher wieder in Form und kann wenigstens auf Sir Wilson eine entspannte Runde durch unser virtuelles Gelände drehen.

Das Therapeutische Reiten und der Behinderten-Reitsport hat in England (RDA) und den USA (PATH) einen sehr hohen Stellwert und ist in vielen Reitställen integriert.